Und als Jesus von dort wegging, sah er einen Menschen am Zoll sitzen, der hieß Matthäus; und er sprach zu ihm: Folge mir! Und er stand auf und folgte ihm. Und es begab sich, als er zu Tisch saß im Hause, siehe, da kamen viele Zöllner und Sünder und saßen zu Tisch mit Jesus und seinen Jüngern. Als das die Pharisäer sahen, sprachen sie zu seinen Jüngern: Warum isst euer Meister mit den Zöllnern und Sündern? Als das Jesus hörte, sprach er: Nicht die Starken bedürfen des Arztes, sondern die Kranken. Geht aber hin und lernt, was das heißt: »Barmherzigkeit will ich und nicht Opfer.« Ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder.
Lieber Bruder,
Jesus hat Gemeinschaft mit Menschen, mit denen sich ein frommer Jude nicht abgeben durfte. Den Pharisäer stößt das auf und Jesus erklärt ihnen sein Vorgehen: “Nicht die Starken bedürfen des Arztes, sondern die Kranken. Geht aber hin und lernt, was das heißt: »Barmherzigkeit will ich und nicht Opfer.« Ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder.” (V. 12-13).
Der ganze Anstoß der Sendung Jesu ist – damals wie heute -, dass Jesus tatsächlich für Sünder gekommen ist. Jesus ist nicht für die Gerechten gekommen. Frage Dich doch mal: Auf welcher Seite ordnest Du Dich ein? – Viele Menschen sagen: Ich habe mir doch nichts zu Schulden kommen lassen. Ich hab ein gutes Leben geführt. Sicherlich, gewisse Fehlschläge waren schon dabei, aber im Grunde habe ich ein gerechtes Leben geführt. – Lieber Bruder, wenn Du so denkst: Wegen Dir ist Jesus nicht gekommen, aber er spricht Dir heute eine Einladung aus – von Ihm zu lernen, was Barmherzigkeit heißt.
Denn Jesus ist für Sünder gekommen. Wir tun uns oft in unserer christlichen Gemeinschaft schwer, wirkliche Sünder zu Jesu einzuladen. Die sowieso schon Frommen und Gutartigen und die Gerechten – die laden wir gerne – meist erfolglos – zu Jesus ein, aber diejenigen, wo die Sünde offen zu Tage liegt, die stoßen wir von uns weg. Mit denen wollen wir nichts zu tun haben und Jesus sicherlich auch nicht.
Zeigt sich in unserem Denken nicht vielfach dieser versteckte hochmütige Gedanke, dass wir doch etwas Besser dran sind und Höher stehen als der Sünder neben uns? – Dass wir immer jemand brauchen, über den wir uns erheben können und damit meinen, uns vor Gott als wertvoller darstellen zu können? – Ist nicht sogar in unseren vermeintlichen Hilfsangeboten an Sünder, das versteckte Denken beherrschend, dass wir uns doch schon kategorial von Ihnen unterscheiden?
Lieber Bruder, was ist mit Dir? Bist du ein Sünder? Oder kämpfst du noch einen erfolglosen Kampf, um deine eigene Gerechtigkeit vor Gott zu erweisen?
Jesus ist für Sünder gekommen, um sie zur Umkehr zu rufen. Hallo Ihr Schuldbeladenen, Ihr gottlosen Menschen, Ihr, die ihr Gott vergesst, Ihr Ehebrecher, Ihr, die Ihr dem Geld verfallen seid, Ihr Weltliebhaber, Ihr Götzendiener, Ihr Menschenhasser und Unreinen, Ihr Bequemen und Menschenanhänglichen, Ihr Kreuzverachter und Totschläger – hört Ihr den sanftmütigen Ruf Jesu? – Er sucht Eure Gemeinschaft. Er will Bei Euch sein. Er ruft Euch zur Umkehr. Er lädt Euch zu Sich sein und will bei Euch zu Gast sein. Ergreift die Hand Jesu, ehe es zu spät ist.
Jesus ist keine Puppe, die zu allem, was wir tun: Ja und Amen sagt. Jesus ist kein Schauspieler, der mal so tut, als wäre er heilig, obwohl er doch Sünder ist. Jesus ist nicht nett, er ist heilig und in seiner heiligen Gegenwart wird unser ganzer Zustand vor Gott aufgedeckt. In seiner Gegenwart wird offenbar, wie es wirklich um uns steht. Gerechtigkeit ist keine leere Hülse, sondern Gott hat seine Gerechtigkeit durch seinen Sohn Jesus offenbart. Sünde und Gerechtigkeit sind keine Allerweltsthemen, sondern es handelt sich um Tatsachen. Unsere Beziehung zu Gott und zu anderen Menschen wird massiv von Sünde verunreinigt und belastet und nur die Gerechtigkeit Jesu setzt uns ins richtige Verhältnis – einen anderen Weg gibt es nicht.
Die 70 Tagen sollen deshalb anhand verschiedener biblischer Impulse uns die Gerechtigkeit Gottes näher erklären und wir werden unsere eigenen Ungerechtigkeit angesichts der Gerechtigkeit Gottes besser verstehen und dadurch Zuflucht finden bei dem, der allein von Herzen gerecht ist: Jesus, der Arzt und Heiland für Sünder.
––––––––––
Lieber Bruder, wir laden Dich herzlich ein zu den 70 Tagen 2026!
Wir beginnen am 26. Januar und enden am Ostersonntag, den 5. April. Wir wollen die 70 Tagen nutzen, um zu Gott umzukehren! Wir hören Gottes Wort, richten uns auf ihn aus im Gebet und suchen seine Nähe, wir leben gemeinsam in einer Bruderschaft und werden gemeinsam auf verschiedene Dinge verzichten und Fastenzeiten haben.
Was erwartet Dich konkret?
Bruderschaft
- Wöchentliches 1h Treffen mit deiner Bruderschaft vor Ort
- Täglicher Austausch mit deinem Zweierschafts-partner
Fasten
- Verzicht auf Medien
- Verzicht auf Süßigkeiten, Alkohol usw.
- Sporteinheiten
- …
Bibel & Gebet
- Morgengebet (ca. 1h)
- Abendgebet (ca. 15 min)
- Wöchentliche Impulse zum Thema Gerechtigkeit
- Sonntags: Besuch des Gottesdienstes deiner Gemeinde
Umkehr
- Zeit zur Prüfung durch das Wort Gottes
- Möglichkeit das Angebot der Beichte kennenzulernen
- Weggemeinschaft darin in der Bruderschaft
Wenn du dabei sein willst, melde Dich gerne über Folgendes Formular an:
Wenn Du dich angemeldet hast, erhältst du in Kürze weitere Informationen zum Verlauf des Programms. Wenn du im Vorfeld noch weitere Fragen hast, melde Dich gerne bei Christian und Stefan über kontakt@exhortatio.de.
